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Der Maler, Grafiker, Bildhauer und Musiker Schubert-Deister, bis 1986 in Friedrichroda heimisch, war zeitlebens ein Unbequemer und ein Unbeugsamer. Ungeliebtes Mitglied des Verbands Bildender Künstler (VBK) in der DDR. Beargwöhnt von den Mächtigen, ging er unbeirrt seinen Weg. Bis er in die Mühlen jenes Staates geriet, der mit seiner Kunst nicht das Geringste anfangen konnte.

Thüringer Landeszeitung

Der Fall des Leipziger Malers Werner Schubert ist symptomatisch: Der Künstler muss sich seinen Lebensunterhalt als Barpianist verdienen; tagsüber bannt er dann mit Pinsel und Druckstock die Visionen, die ihn bedrängen. In Ostdeutschland schweigt man Schubert-Deister tot, die großen Künstlervereinigungen wagen es nicht, seine Bilder auszustellen.

Werner Schubert ist der legitime Nachfolger der großen Käthe Kollwitz.

Berliner Morgenpost

Er war auf der Höhe seiner künstlerischen Arbeit, als ich bei ihm anklopfte, ein Außenseiter und universeller Geist, der mehr zu geben hatte, als die meisten bestellten Lehrkräfte an den Kunstschulen. Er war das, was man eine moralische Instanz nennen konnte, Leben und Werk waren eins, das hat mich geprägt.

Gert Weber

früherer Schüler

Das sind Lebenswege, Schicksale und verhinderte „Karrieren”,
von denen wir im Westen keine Vorstellung hatten. Die Bilder
sind von erstaunlicher Eigenwilligkeit und psychischer Intensität.

Eduard Beaucamp

Kunstkritiker

„Hier läge ein bislang unbeackertes aber dankbares Feld kunsthistorischer Forschung und monografischer Arbeit.”

Dr. Ekkehard Müller


„Ich male Sachen, die man nicht sehen kann; ich male Gefühle, Empfindungen, Musikstücke, also das Innere – das, was man dabei fühlt und ich glaube, das wird bei uns auch gebraucht.“

W. Schubert-Deister in einer Aussprache nach erstem Ausreiseantrag